Kita der Landeshauptstadt nimmt saarlandweite Vorreiterrolle für Inklusion ein

geschrieben von: 
medien@saarbruecken.de
Datum: 
Freitag, 21 Januar, 2011

Das Montessori Kinderhaus Rußhütte der Landeshauptstadt Saarbrücken wurde vom Bildungsministerium zur Konsultationseinrichtung für Inklusion ausgewählt. Damit wird erstmals eine städtische Kindertagesstätte (Kita) zu einer solchen Konsultationseinrichtung des Saarlandes. In diesen Einrichtungen werden neue Formen vorschulischer Erziehung erprobt und an andere Kitas über Fachveranstaltungen und Hospitationen vermittelt.

Die Kita Rußhütte übernimmt diese Vorreiterrolle im Bereich Inklusion. Der Fachbegriff bedeutet im Deutschen soviel wie soziale Teilhabe und wird in der Pädagogik vorwiegend zur Einbindung behinderter Kinder in reguläre Kindergärten oder Schulen verwendet. Hintergrund des inklusiven Ansatzes ist es, Menschen mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung nicht auszuschließen, sondern ihnen von Beginn an ein Leben in der Mitte der Gesellschaft zu ermöglichen. Daher nimmt das Konzept die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Kinder in den Blick und versteht Vielfalt als Chance bei Lern- und Bildungsprozessen.

„Saarbrücken nahm von Anfang an bei der Einbindung von Menschen mit Beeinträchtigung eine führende Rolle im Saarland ein. Dass die Kita Rußhütte nun ausgewählt wurde, unterstreicht das Know-How unserer pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und wir freuen uns, dass eine zusätzliche halbe Fachkraftstelle geschaffen wird, die das Land finanziert“, sagte Oberbürgermeisterin Charlotte Britz.

Die neugeschaffene Stelle sichert eine qualifizierte Vorbereitung, Durchführung und Aufarbeitung der vorgesehenen Hospitationen. Britz verwies auch auf den Stellenwert, den Kitas in Konzepten der Landeshaupstadt einnehmen: „Wir sind ständig bemüht, das Bildungsangebot in Saarbrücken zu verbessern. Dies umfasst selbstverständlich auch die frühkindliche Erziehung. So investiert Saarbrücken kontinuierlich in seine Kitas, um diese auch baulich stetig weiterzuentwickeln.“ Inzwischen bieten die 16 städtischen Kitas rund 1245 Plätze an.

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