2. Bürgerversammlung Anlieger Enkicher- und Lieserweg

geschrieben von: 
ihr Team von unser-malstatt-online.de
Datum: 
Freitag, 11 Februar, 2011

Foto: Berliner Kissen Enkircher WegAm 09.02.11 lud die Stadt Saarbrücken die Anlieger von Enkircher- und Lieserer Weg zu einer Bürgerversammlung ein. Nachdem in der 1. Bürgerversammlung am 30.06.2010 zunächst die Situation erörtert wurde, präsentierte die Stadt Saarbrücken nun eine Ideensammlung zur Umgestaltung. Hauptthemen waren die Raserei in den ausgewiesenen Spielstraßen und die Parksituation in der verkehrsberuhigten Zone.

Ausgangssituation

So hatte die Stadt eine Verkehrsbeobachtung durchgeführt, die als Grundergebnis ein durchschnittliches Verkehrsaufkommen von 1 Fahrzeug alle 2 Minuten und von einem Durchgangsverkehr von 1 Fahrzeug alle 6 Minuten ergab. Da keine Parkflächen ausgewiesen sind, ist das Parken in der verkehrsberuhigten Zone perse komplett illegal. Doch werden hier keine Kontrollen durchgeführt und die historisch gewachsene Situation vom Ordnungsamt berücksichtigt. Ein weiteres Ärgernis ist die offene Schranke am oberen Ende des Enkircher Weges. Durch diesen Zugang kommt viel Durchgangsverkehr direkt von der Autobahn A1 durch das Wohngebiet. Auch die Beschilderung für den verkehrsberuhigten Bereich ist noch ausbaufähig. Weiterhin kam die Rückmeldung, das die auf der Straße aufgebrachten Berliner Kissen an einigen Stellen komplett mit vier Rädern umfahren werden können. Auch das wilde Parken im unteren Bereich des Enkircher Weges wurde in der Bürgerversammlung thematisiert.

Ideensammlung der Stadt Saarbrücken

grafische Darstellung der Verkehrszählung im Enkircher Weg grafische Darstellung der Verkehrszählung im Enkircher Weg am nachmittag grafische Darstellung des Standortes der Schranke in der Hubert-Müller-Straße Foto der beidseitigen Beschilderung der Spielstraße grafische Darstellung der Markierung des Eingangsbereichs zur verkehrsberuhigten Zone Foto 'Berliner Kissen' Foto der Aufpflasterung grafische Darstellung der Standorte der Aufpflasterungen Zu Anfang seines Vortrages hat Hr. Kreis ausdrücklich darauf hingewiesen, das es sich hier um Ideen zur Umgestaltung handelt, die nicht mit einem bestehenden Budget unterfüttert sind. Die Einzelheiten des Vortrages können Sie sich gerne mit Klick auf die nebenstehende Grafik ansehen.

Lösungsansätze

Die Stadt Saarbrücken hat auch schon erste Lösungsansätze vorgestellt.

Schranke wird mit elektronischem Schloss gesichert

So wird die Schranke noch in 2011 mit einem elektronischen Schloss versehen. Das erspart dem städtischen Personal das Ein- und Aussteigen zum Öffnen/Schließen der Schranke und sorgt somit für eine zuverlässige blockierende Wirkung der Schranke. Die Umsetzung ist schon zugesagt und finanziert.

Parkflächenmarkierungen

Auch das persé wilde Parken wird durch das Aufbringen von markierten Parkflächen legalisiert. Die Verkehrsplanung, Hr. Christmann, möchte dies Markierungen ausdrücklich im Dialog mit den Anwohnern durchführen. Die Parkflächen werden zunächst für ca. vier Wochen vormarkiert. In dieser Zeit haben die Anlieger die Gelegenheit, Probleme mit den vormarkierten Parkflächen zurückzumelden. Diese Parkflächen können jedoch nicht individuell angebracht werden, sondern müssen den Richtlinien entsprechen und auch ein Gesamtbild im Verkehrsbereich ergeben. Die Umsetzung der Parkflächen wurde für März/April 2011 zugesagt und ist auch finanziert.

Mit diesem Parkflächenkonzept soll auch das Umfahren der Berliner Kissen wie auch das wilde Parken im unteren Bereich des Enkircher Weges unterbunden werden. Die Wirkung dieser Maßnahmen wird durch Rückmeldung der Anwohner überprüft.

Portalwirkung durch Beschilderung

Die Beschilderung des verkehrsberuhigten Bereichs wird auf beiden Straßenseiten angebracht. Durch die Beschilderung auf beiden Straßenseiten wird eine Portalwirkung erzielt und der verkehrsberuhigte Bereich optisch besser gekennzeichnet. Hierzu wurde von einer Anwohnerin beanstandet, dass die bereits angebrachten Schilder kleiner sind, als die vorherigen Schilder. Dies wurde von der Stadt bestätigt und mit dem Hineinreichen der Schilder in den Verkehrsraum begründet. Sind die Schilder breiter, dann werden Sie von LKW's öfter touchiert, umgebogen und verlieren dadurch ihre Signalwirkung. Die Beschilderung wurde für 2011 zugesagt und ist lt. Stadt auch finanziert.

Gehwegmarkierung über die Straße als optische Barriere

Die Gehwegmarkierungen werden in den Eingängen zum verkehrsberuhigten Bereich über die Straße hinweg durchgezogen. Damit wird eine optische Barriere geschaffen. Da die Markierung hier auch eine Höhe von 5 - 6 cm haben wird, ist hier auch für den fließenden Verkehr eine Schwellenwirkung beim Überfahren spürbar. Auch diese Maßnahme wurde von der Stadt für 2011 zugesagt und ist bereits finanziert.

Berliner Kissen oder "Aufpflasterung"?

Die Berliner Kissen sind optisch nicht gerade eine Augenweide. Als Alternative hat die Stadt hier sog. Aufpflasterungen vorgeschlagen. Diese wurden von den Anwohnern auch begrüßt und sollen umgesetzt werden. Für diese baulichen Maßnahmen ist jedoch noch kein Budget vorhanden und die Anbringung zusätzlicher Aufpflasterer kann frühestens ab 2012 beginnen. Die bereits angebrachten Berliner Kissen werden auch erst ausgetauscht, wenn alle anderen vakanten Stellen mit Aufpflastererungen versehen sind.

Die Fotos, Grafiken und Daten für die in der Lightshow präsentierten Grafiken und Fotos wurden uns freundlicherweise von der Stadt Saarbrücken zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür!

Redaktionshinweis: Sie waren bei der Bürgerversammlung dabei? Sie sind Anlieger? Sie haben eine Meinung zu dem Thema? Das interessiert uns! Nutzen Sie doch einfach die Kommentarfunktion, um ihre Meinung, Einschätzung, Lob oder Kritik zu den Ansätzen mitzuteilen. Senden Sie diesen Artikel über die "einem Freund senden"-Funktion an weitere Anlieger und diskutieren Sie hier über die Kommentarfunktion mit uns/untereinander die Ergebnisse der 2. Bürgerversammlung.

Kommentare

Parkflächenmarkierungen

Ich war eben auf dem Zeller Weg und habe mir die neuen vorläufigen Parkmarkierungen angeschaut, um mir die Situation vorzustellen, die mich auf meiner Straße Cochemer Weg in den nächsten Tagen erwartet. In der Mitte des Zeller Weges war eine Markierung halb auf dem Bürgersteig und etwa 40 cm - 50 cm vor zwei Hauseingängen angebracht und ich frage mich, wie diese Bewohner jemals einen gefüllten Einkaufskorb in ihr Haus tragen können oder  mit einem Kinderwagen in ihr Haus können oder mal ein Möbelstück oder irgendwas größeres an den dicht geparkten Autos vorbeihandeln sollen.... Ein Behinderter mit Krücken oder Rollstuhl wird wohl auch nicht mehr in sein Haus können..... Hier kann ich nur sagen: Gratulation und Bravo.... für diese tolle Planung.

Secondary menu